Zeitwirtschaft professionell organisieren
Shownotes
In dieser Episode spricht Persoblogger Stefan Scheller mit Thomas Schibschid von ATOSS darüber, warum professionelle Zeitwirtschaft für Unternehmen zunehmend an Bedeutung gewinnt – und wie aus einer vermeintlichen Pflichtaufgabe ein echter Mehrwert für Organisation und Mitarbeitende entstehen kann.
Im Gespräch geht es unter anderem um:
- warum Zeitwirtschaft angesichts von Fachkräftemangel, hybriden Arbeitsmodellen und wachsender Flexibilitätsanforderungen heute strategisch relevanter ist denn je,
- welche Schwierigkeiten entstehen, wenn Arbeitszeiten und Workforce-Prozesse noch analog oder nur teilweise digital organisiert sind,
- was sich durch den aktuellen Gesetzesentwurf zur Arbeitszeiterfassung konkret verändert,
- wie Unternehmen Zeiterfassung über reine Compliance hinaus als Grundlage für Transparenz, bessere Planung und faire Arbeitsbedingungen nutzen können,
- wie insbesondere mittelständische Unternehmen mit begrenzten Ressourcen einen passenden und realistischen Einstieg finden,
- weshalb eine gute Employee Experience auch bei technisch geprägten Prozessen entscheidend ist,
- und wie sich bestehende HR-, ERP- und Payroll-Systeme aus ihren Silos heraus sinnvoll miteinander verbinden lassen.
Eine Folge über rechtliche Entwicklungen, digitale Prozessoptimierung und die Frage, wie Zeitwirtschaft nicht nur korrekt, sondern auch praktikabel, akzeptiert und zukunftsfähig gestaltet werden kann.
Thomas Schibschid ist Senior Director SMB Sales bei der ATOSS Software SE. Als Experte für digitales Workforce Management berät er mittelständische Unternehmen bei der Optimierung der Prozesse rund um Arbeitszeit und Einsatzplanung.
>> LinkedIn-Profil von Thomas Schibschid
YOUR HR STAGE: Sichtbar, bekannt und erfolgreich in der Personal-Branche. Ein Podcast-Format von Persoblogger Stefan Scheller.
Transkript anzeigen
00:00:00: Your
00:00:01: HR Stage.
00:00:06: Sichtbar,
00:00:07: bekannt und erfolgreich in der Personalbranche Ein Podcastformat von Persoblogger Stefan
00:00:19: Scheller.
00:00:24: Herzlich Willkommen bei your HR stage!
00:00:27: Sichtbar Bekannterfolgreich in der Personalbranche.
00:00:31: Mein Name ist Stefan Schäller auch bekannt als der Perso-Blogger Und mein heutiger Gast ist Thomas Chipschid Senior Director SMB Sales bei der Ato Software SE.
00:00:42: Wir sprechen zum Thema Zeitwirtschaft professionell organisieren.
00:00:47: Hallo, guten Morgen lieber Thomas.
00:00:48: Schön dass du heute mein Gast bist.
00:00:50: Guten Morgen Stefan.
00:00:51: Herzlichen Dank für die Einladung.
00:00:52: freue mich aufs Gespräch
00:00:54: Sehr gerne.
00:00:55: wir haben in unserem Format immer fünf feste Sätze um deren Vervollständigung ich dich jetzt bitten würde.
00:01:00: Satz Nummer eins lautet Gute HR Arbeit ist für mich
00:01:06: Wenn sie es schafft, dass Menschen erfolgreich arbeiten können weil die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens wichtig ist und das gleichzeitig auch noch gerne tun.
00:01:15: Mhm absolut kann mir nur anschließen.
00:01:17: wunderbar.
00:01:18: Satz Nummer zwei ein herausragender HR Dienstleister zu sein bedeutet für mich
00:01:26: wirklich die Situation und die Probleme von Unternehmen verstehen zu wollen Und auch zu können um dann beurteilen zu können ob ich so der Antwort auf die vorherige Frage an ernsthaften Beitrag leisten kann.
00:01:39: Sehr gut!
00:01:40: Einen guten Arbeitgeber zeichnet aus,
00:01:44: dass er jederzeit Wirtschaftlichkeit und Menschlichkeit im Blick hat also klare Ziele um die Wirtschaftlichkeit zu bewahren und dabei die Menschlichkeit nicht vergisst damit wir eben erfolgreich gerne in dem Unternehmen zusammenarbeiten.
00:01:58: Sehr schön da sind wir absolut auf einer Linie.
00:02:01: jetzt eine persönliche Vervollständigung Wenn ich noch einmal neu in den Beruf einsteigen würde...
00:02:09: Dann würde ich wohl früher, bevor ich an die eigene Lösung denke erstmal dem Unternehmen besser zuhören.
00:02:17: Genauer verstehen wo das Unternehmen gerade steht welche Probleme es hat auch wie Entscheidungsprozesse aussehen und dann die bestmögliche Lösungsoption anbieten zu können.
00:02:29: Da unterscheiden sich denn natürlich Senior Sales von möglichen Junioren, die erstmal reingehen und sofort irgendwie ein Closen wollen, sondern einen Auftrag machen...
00:02:38: Ja der man selber ja auch mal war
00:02:40: aber... Na klar logisch alle steigen mal ein.
00:02:43: Wo das Unternehmen oft steht.
00:02:46: Und dann Satz Nummer fünf mein persönlicher Tipp an die HörerInnen.
00:02:51: Seit mutig, neugierig kreativ und habt die Motivation etwas zu schaffen was wirklich zukunftstauglich nach vorne gerichtet ist.
00:03:03: Seid auch mutig genug Entscheidungen immer wieder neu zu treffen nicht nur eine große Entscheidung zu treffen die ewig bestand haben soll sondern wandelbar sein und bleiben.
00:03:13: Wunderbar!
00:03:14: Und jetzt wollen wir natürlich noch ein bisschen mehr wissen über dich lieber Thomas von wem dieser Tipp kommt.
00:03:20: Erzähl uns doch mal wer bist du, was tust
00:03:22: Du?
00:03:23: Ja ich bin Thomas Schippschitt verantwortbar der Arthos ein Unternehmen für modernes Workforce Management den Mittelstandsvertrieb.
00:03:30: Ich bin jetzt seit knapp fünfzehn Jahren im Saas Sales und gemeinsam mit meinem Team prüfen wir die Iss-Situationen bei Unternehmen gerade in Bereich Zeiterfassung aber auch Planung von Arbeitszeit also Dienstplanung, Schichtplanung.
00:03:46: Wir gucken uns an, wie die Situation ist.
00:03:48: Welche Probleme daraus entstehen?
00:03:51: Sind es primär Sparringpartner also nicht nur reiner Softwareanbieter?
00:03:55: denn wir können dabei helfen das Unternehmen genauer verstehen in welcher Situation sie sind.
00:04:01: Das klingt so irgendwie verrückt aber grundsätzlich kann es sein dass wir mitunter ein besseres Problemverständnis haben weil wir in mehr Betriebe rein gucken können sagen Was normal ist, wo jemand dem Rest im Mittelstand vielleicht sogar schon voraus ist oder ein ganz bisschen hinterherhängt und können dann helfen eine spannende Zukunftsvision zu formulieren.
00:04:21: Also nicht nur zu sagen was wollen wir eigentlich bis zum go live tun sondern auch weiter rüber hinaus gemeinsam eine spannenden Zukunfts visionen zu formulierend eine journey zu definieren wie wir uns in verschiedenen schritten auf diese vision hinzu.
00:04:36: Jetzt ist ja das Thema Zeitwirtschaft an sich gar kein neues.
00:04:40: Arbeitszeitaufschreibung, es wurde schon immer gestempelt früher, aber warum ist denn gerade jetzt dieses Thema Zeit-Wirtschaft für Unternehmen so relevant, dass wir da eine Podcastfolge zu machen?
00:04:51: Das habe ich erstmal von dir in einem neuen Begriff gehört.
00:04:52: Arbeitszeitauschreibung den habe selbst ich noch nicht gehört in der ganzen Zeit.
00:04:58: Also das eine Thema warum oder der eine Grund, warum das Thema in aller Munde ist.
00:05:02: Ist natürlich das Thema Rechtssicherheit weil dieser BHG Beschluss aus dem September zweiundzwanzig anschließend eines EUGH-Tal vorher sicherlich nochmal Schwung reingebracht hat dass er sagt, dass Arbeitszeit wirklich verlässlich dokumentiert werden muss selbst für alle Vertrauensarbeitszeitler das unerlässlich ist.
00:05:23: Letztendlich ist es aber auch ein Stück weit der wirtschaftlichen Lage geschuldet, also rechtliches in Kombination mit wirtschaftlicher Lage wo das Thema Arbeitszeit einfach immer relevanter wird.
00:05:34: Wie setze ich diese knappe Ressource die ich habe möglichst gewinnbringend ein?
00:05:39: Dass Ich Die Produktivität des Unternehmens maximiere um möglichst gute Gewinne einzufahren und die Wirtschaftlichkeit Das Unternehmen langfristig sicherzustellen?
00:05:48: dann haben wir noch diese Tendenzen seit längerem auf dem arbeitsmarkt der immer volatiler ist.
00:05:53: Das heißt, wir müssen auch gucken wie wir recruiting-seitig attraktiv für Kandidaten sind.
00:05:58: Da ist natürlich das Thema Arbeitszeit über die reine Zeitaffassung hinaus total wichtiges und kann wirklich so ein recruiting Instrument werden.
00:06:07: Das hat zusätzliche Bedeutung mit reingebracht und ist damit letztendlich ein Instrument geworden um die Arbeitgeberattraktivität zu verbessern.
00:06:14: Und das haben viele Unternehmen heute eingesehen.
00:06:18: Ja jetzt sind wir Wahrscheinlich in den Unternehmen, denen wir beide arbeiten so ein bisschen ins unterbubble unterwegs.
00:06:24: ja hoch digital modernste Lösungen.
00:06:28: Wo siehst du denn jetzt aktuell die größten Hürden wenn klassische Small und Medium Business ist?
00:06:33: das bedeutet ja dieses SMB in deinem Titel mit drin?
00:06:37: Wenn die ihre Zeit oder Workforce Prozesse noch analog abbilden oder sage ich mal so halbdigital Stichwort Excel und Co.
00:06:46: Also meistens ist das Problem dahinter ja erstmal, dass es nicht nur in Bezug auf unser Thema so ist.
00:06:50: Sondern dass es noch in vielen anderen Disziplinen dann auch der Fall ist.
00:06:54: Ein Unternehmen ist selten total durchdigitalisiert.
00:06:56: Nur in dem Thema Arbeitszeit hat's das irgendwie vergessen.
00:06:59: Das heißt wir haben doch sehr viele Datensilos wo wir Informationen schon oft miteinander bündeln und kombinieren müssen und das wird sehr schwer.
00:07:08: Das grundsätzliche Problem ist ja selten dieser eine Stundenzettel oder der eine Urlaubsantrag, der auf Papier geläuft.
00:07:16: Damit habe ich mich irgendwie arrangiert.
00:07:17: alle sagen es geht ja irgendwie was oft vergessen wird.
00:07:21: wenn man das mal aufsummiert wie viel Aufwand dahinter steht dann merkt man schon da geht sehr viel administrativer Aufwand in Themen wo wir gebunden werden gerade in hr Wo wir uns ja wandeln von dieser eher administrativen Rolle zu einer gestalterischen Rolle.
00:07:34: also jetzt so strategisch Partner zum strategischen Partner der Geschäftsführung, diese Zeit fehlt an dieser Stelle.
00:07:40: Weil im Mittelstand haben wir es ja nicht wie in einem Enterprise-Konzern dass wir da den ganzen Armada und HR Kollegen haben sondern wir müssen sehr viel gleichzeitig balancieren mit ständig wechselnden Prioritäten.
00:07:54: Teils digitalisierten oder nicht-digitalisierten Prozesse haben das Problem, dass sie eine relativ hohe Fehleranfälligkeit mit sich bringen.
00:08:01: Das ist in unserem Umfeld besonders sensibel, weil es in die Arbeitszeit geht und die Urlaubs oder auch der Nichtarbeitszeit von Mitarbeitern und letztendlich ein Payroll relevant ist – also der absolute Supergau verzögerte Payroll oder sogar falsche Payroll.
00:08:14: Deswegen ist das unfassbar wichtig!
00:08:17: Entscheidungsfindung wird natürlich deutlich langsamer, wenn mir Informationen dann... Also auch wenn sie mal irgendwann zusammengetragen sind einfach immer nur zeitverzögert oder halt nie live zur Verfügung stehen.
00:08:27: Das heißt auch Planungen also was ja nicht nur Zeit erfasst sondern Workforce Management macht.
00:08:32: nach vorne zu gucken wie gestalte ich denn Arbeitszeit in der Zukunft wird dadurch natürlich massiv erschwert und Führungskräfte sind trotzdem in der Spannung nach oben in Wirtschaftlichkeit zu zeigen und nach unten.
00:08:42: Transparenz und Fairness
00:08:44: das will
00:08:45: sehr schwer und bringt gerade für führungskräfte HR-Mitarbeiter mit unterschiedlich unlösbare Aufgaben, die sie doch irgendwie jonglieren.
00:08:54: Ja und das scheinen ja auch immer mehr so ich nenn es jetzt mal tatsächlich bürokratische Aufgaben zu geben.
00:09:01: wir reden ja wir gehen mehr in die Strategie rein wird digitalisieren um die Prozesse schneller abzuwickeln und trotzdem liegt Gesetzgeber immer wieder noch mal eins drauf, was dann vielleicht doch noch zu dokumentieren ist und co.
00:09:15: Es gibt den aktuellen Gesetzesentwurf und da scheinen ja auch einige Änderungen in dieser Hinsicht mit drin zu sein.
00:09:22: Magst du uns mal kurz aufschlauen, was genau sich da ändern soll?
00:09:25: Und was vielleicht auch für manche jetzt erstmal eine neue Information ist.
00:09:30: Also ich reise das mal kurz so an, weil wir verstanden haben, dass wir einen HR-Podcast und keinen Rechtspodcast
00:09:35: machen.
00:09:36: Das erste ist sicherlich, was ich vorher schon mal ganz kurz gespoilert habe, dass einfach die elektronische und digitale Arbeitszeiterfassung Pflicht ist.
00:09:44: Das heißt Beginnende und auch Dauer der Arbeitszeit muss grundsätzlich dokumentiert werden.
00:09:50: Das ist ein Stück weit neu.
00:09:51: Ich glaube alle, die davor schon in tarifvertraglichen Konstrukturen Hängen, die irgendwie Betriebsvereinbarungen haben.
00:10:00: Also komplexe Zeiterfassungen haben das ohnehin schon getan weil es viele Orts mit Papier einfach sehr schwierig ist.
00:10:06: Es gibt ein paar neue Regeln zum Thema Wochen statt höchster Arbeitszeit Grenzen.
00:10:11: Das heißt dieser reine acht Stunden Grundsatz soll zwar nicht grundsätzlich abgeschafft werden Aber da kann durch tarifvertragliche vertriefertragliche Regelungen in Bezug Wieder Betriebsvereinbarungen und so weiter kann es wöchentliche Grenzen geben, sodass die auch mal die zehn Stundengrenze wiederum aufgebrochen wird.
00:10:31: Und da muss man ganz ein bisschen in das Thema.
00:10:33: aber auch Vertrauensarbeit bleibt grundsätzlich Aber halt in der dokumentierten Form.
00:10:38: also auch das gibt's nicht mehr dass man sagt ich muss dann nur noch Überstunden aufschreiben oder ähnliches.
00:10:43: Ich muss lückenlos dokumentieren.
00:10:47: Das schafft natürlich für Unternehmen erst mal gewisse Handlungsdruck, auch wenn das nicht ganz neu ist.
00:10:52: Da sind viele Sachen in der Position.
00:10:54: soweit erstmal zur Bürokratie.
00:10:56: Grundsätzlich würden wir natürlich immer sagen dass Arbeitszeit doch aber sowas wertvolles ist.
00:11:01: Lass ich doch nicht einfach passieren.
00:11:02: Schreiben wir nicht auf was da passiert ist Sondern da will ich ja eigentlich gestalten und zum einen rein operativ ein praktisches Beispiel geben.
00:11:10: Wenn ich die live Seitensteine meiner Mitarbeiter kenne Und jetzt irgendwo im Schichtbetrieb Pflege, Logistik, Produktionen im Retail wo auch immer bin muss ich sehr operativ spontane Entscheidungen treffen.
00:11:21: Wen behalte ich ihn heute länger da wenn übermäßig viel zu Arbeit zu verteilen ist?
00:11:26: oder heute ist außer planmäßig weniger los?
00:11:28: Wen schicke ich mal nach erstes nach Hause?
00:11:31: Wenn ich einen live Saldenstand habe ein ganz pragmatisches Beispiel hilft mir das einfach eine bessere Entscheidung ertockt zutreffen die fair es und für die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens relevant ist gleichzeitig natürlich auch strategisch.
00:11:44: In vielen Branchen, wo Bedarfe an Personal sehr stark schwanken ist es wichtig in gewissen Peaks über Stunden aufzubauen.
00:11:51: Die ich dann wieder abfeuere, ablevelle auch in der Baubranche zum Beispiel ein Riesenthema, wo ich sehr saisonal auch wenn das Wetter nach dem letzten Hochgrade wieder sich oder der Sommer immer weiter in den Winter rein verschiebt bleibt das Thema wichtig, dort strategische Entscheidungen treffen zu können.
00:12:08: wie ist eigentlich die Verfügbarkeit meines Personals?
00:12:10: Wo muss ich aufstocken?
00:12:13: Das hilft mir, bessere strategische Entscheidungen zu treffen.
00:12:16: Also würde ich sagen, wir sind abgedroschen und müssen dieses Mal wieder als Chance nutzen.
00:12:20: aber es bleibt uns anderes.
00:12:22: Wir bauen Bürokratie oder nutzen die Bürokratei um administrative Aufwände zu reduzieren und Zukunftstau nehmen
00:12:28: aufzustellen.".
00:12:30: Das klingt jetzt wenn man sich das so anhört erstmal nach ganz wunderbar so nach dem Motto okay wie werden jetzt bewusst getriggert durch eine Pflicht?
00:12:38: Die will vielleicht erst mal als lästig empfinden haben aber ganz viele Möglichkeiten.
00:12:42: die wird dann gestalterisch nutzen können wenn wir es digitalisiert haben, aber und jetzt kommt natürlich noch so ein bisschen dieser Wermontstropfen rein.
00:12:50: Jetzt werden viele sagen ja wir haben doch jetzt gerade eh schon so viel zu tun ist läuft ihr irgendwie einigermaßen also du hast das angesprochen die ressourcen grade im hr-bereich im mittelstand?
00:13:00: sie sind sehr begrenzt.
00:13:01: wir haben ganz viele allgemein tätige hrler die generalistinnen damit dabei.
00:13:07: ja.
00:13:08: sonst jetzt frage wenn ich das einführen will Ist das dann ein riesiges Projekt quasi, ja müssen wir da ganz viel tun im Unternehmen.
00:13:17: Ganz konkret gefragt wie gelingt so einen Einstieg in eine digitale Zeiterfassung ins Digitale Zeitmenschmet ohne eine Überforderung?
00:13:26: Also zunächst mal Stefan, so ganz nebenbei geht's natürlich nicht.
00:13:29: also wichtig würde ich sagen aus Erfahrung raus ist auf jeden Fall und es sind Fehler denen ganz viele Unternehmen machen dass dieses Projekt einfach nur der HR Abteilungen hingeschoben wird.
00:13:41: Für alle Zürerinnen würde ich sagen, ich würde mir als erstes mal das Commitment meiner Geschäftsführung einholen.
00:13:46: Dass wir das hier wirklich machen wollen und würde in dem nächsten Schritt überlegen was will ich in Schritt eins machen bis zum Go Live?
00:13:53: Und was lauert da hinten an Themen für uns?
00:13:56: Wer sind wir eigentlich?
00:13:57: Wer wollen wir sein?
00:13:59: Kann man manchmal die eigene Homepage nochmal kurz Wolle nehmen?
00:14:02: Was sagen wir eigentlich, was wir für einen Unternehmen sind und welche Themen entlang der Digitalisierungs-Journey auf diesem Thema Workforce Management zahlen eigentlich auf dieses Thema ein.
00:14:12: Das ist total viel in Richtung Produktivität, Wirtschaftlichkeit.
00:14:15: Es ist total viele im Bezug auf Transparenz, Menschlichkeit, Fairness, Flexibilität, Mitarbeiter mitbestimmung und so weiter.
00:14:23: Und dann ist es natürlich eine Vision die mich anzieht, die mich leitet und da muss man gemeinsam runterbrechen wieviel ist in Schritt eins realistisch?
00:14:33: Ich würde dem Schritt so klein formulieren den ersten dass er machbar ist aber wiederum so groß dass das nicht nur so eine kleine Seifenblase ist, die keiner wahrnimmt.
00:14:43: Sondern es muss ja was sein wo wirklich jeder sagt ah ich verstehe warum wir dieses Projekt gemacht haben weil's einen Impact hat.
00:14:51: Unser Thema ist ja deswegen so toll weil mit dem jeder Mitarbeiter jeden Tag in Kontakt kommt vom einfachen Ausstempeln über Urlaubsanträge über Schichtwünsche, Schichttausche digitalen Dienstplan, Schichplan einsehen etc.
00:15:04: Das heißt wenn ich hier ein Projekt implementiere im Gegensatz vielleicht So einem HCM zu einer neuen payroll, zum ERP-System oder irgendwas.
00:15:13: Habe ich ja die Chance dass jeder Mitarbeiter danach sagt ach cool das wir dieses Projekt gemacht haben hier ich tagtäglich und das sollte man wirklich als Chance nutzen und dann wie gesagt runterbrechen wie viel können wir uns in den Rucksack packen für Schritt eins aber eben den Teil dahinter nicht vergessen?
00:15:28: was sonst?
00:15:28: machen wieder das gleiche?
00:15:30: Machen einmal so ein Kraftakt Und dann kommt wieder lange nichts.
00:15:35: Also das sollte eine Journey werden, auf die wir uns begeben und nicht nur so ein kleines Projekt.
00:15:40: Und dazu würde ich mir immer einen Partner holen der Erfahrung hat Zweifelsfall wie Arthos.
00:15:45: Das heißt nicht dass man jedes Projekt mit Arthaus machen muss.
00:15:48: Wir
00:15:49: sind sehr gut das Barring-Partner weil wir halt jeden Tag nichts anderes machen als Unternehmen auf dem Thema live zu bringen.
00:15:54: in Zweifel Fall würden wir auch sagen... ...das könnte auch ohne uns machen.
00:15:58: Es können andere Lösungen machen aber auch die nächste komplexe Lösung wie Arthaus.
00:16:03: Ich hab den klassischen ChatGPT-Rows natürlich auch bei euch in dieser Folge gemacht, mal die KI losgelassen auf eure Website.
00:16:14: Einen Satz da drin oder eigentlich sind.
00:16:16: zwei Sätze würde ich gerne mal vorlesen und dann anschließend eine Frage dazu stellen.
00:16:21: ChatGPD hat gesagt, dass die Lösung scheinbar für Unternehmen gemacht zu sein, die bei Arbeitszeit nicht auf Improvisation setzen wollen sondern auf klare Regeln, digitale Prozesse.
00:16:34: Das ist stark.
00:16:35: Gleichzeitig hat die Außendarstellung von euch einen gewissen, wir können wirklich alles scharmen, der eher nach Enterprise denke als nach Leichtigkeit für den Mittelstand klingt.
00:16:46: und jetzt die Frage an dich wie viel Leichtigheit ist denn da noch drin in dem was du da gerade aufgezeigt hast?
00:16:53: Ja das hängt immer aus dem Zusammenspiel für uns und dem Unternehmen ab mit dem wir zusammenarbeiten.
00:16:58: also zunächst mal hast du natürlich recht, dass relativ viel Komplexität wir glaube ich nicht das wir sie aufbauen um das Thema rum sondern es hier einfach da ist.
00:17:08: Wir machen die sichtbar was damit alles zusammenhängt.
00:17:11: wenn man ein bisschen genauer hinschaut und alle Unternehmen die mit uns sprechen sagen wir sind an der stelle gar nicht so komplex.
00:17:16: Wir sind da relativ einfach.
00:17:17: wie funktionieren wir alle anderen auch.
00:17:19: Guckt mal etwas genauer hin merkt man relativ schnell okay dann war doch nur eine Sonderlocke.
00:17:23: da haben wir noch ne Betriebsvereinbarung ja aber den legen wir ein bisschen individuell aus und so weiter.
00:17:29: Das hat das hat aber jedes Unternehmen, d.h.
00:17:31: aus der simplen Frage ist man gekommen oder es waren gegangen
00:17:35: usw.,
00:17:36: wird relativ schnell wer davon wie lange mit welchen Zuschlag nach welcher Betriebsvereinbarung arbeiten usw.
00:17:41: Es lohnt sich schon bei dem Thema genauer hinzuschauen und wirklich eine Lösung zu haben die das vollständig abbilden kann und für die payroll vorbereiten kann.
00:17:53: dann kommt dieser Wir können wirklich alles scharmen, der vielleicht aus der Marketing-Sicht auch transportiert werden muss.
00:18:01: Das ist vielleicht ein kleines Laster das wir haben aber... ...wir sind einfach einen Anbieter der vom kleinen Handwerksbetrieb über den Mittelstand, deren unfassbar breites Feld ist bis hin in Konzernwelten immer passende Lösungen hat.
00:18:18: Das heißt wir nehmen natürlich nicht unser Enterprise Produkt und stecken es auf einem Unternehmen mit hundert Mitarbeitern Sondern wir haben abgespeckte Lösungen.
00:18:26: Wir sagen quasi, wir finden für jedes Szenario eine passende Lösung und zeichnen uns dadurch aus dass wir nicht einfach nur unser Stück Software kennen sondern wir wirklich dieses Thema kennen!
00:18:36: Unlieben!
00:18:37: Nicht nur das Thema Zeiterfassung, sondern auch die Gestaltung von Arbeitszeit denn das ist Workforce Management Und wir gucken mit den Unternehmen zusammen hin.
00:18:45: was...nicht nur was ist das Offensichtlichste?
00:18:47: Sondern was nervt auch ihre Mitarbeiter Führungskräfte?
00:18:50: Was treibt die Chefetage um?
00:18:54: Wenn man jetzt hier sagt, Zeitversorgung im Anzug ist vielleicht korrekt.
00:18:57: Da würde man sich eine Zuhörerschaft immer erst mal zumindest ein bisschen angestaubt dabei beim Anzug präsentieren.
00:19:03: Aber wenn es um Themen wie Compliance oder Ähnliches geht dann ist die Badehose auch nicht das richtige Kleine.
00:19:10: Also insofern finde ich sind wir sehr wandelbar und können von den Anforderungen und vom menschlichen Miteinander passen das Szenario abbilden.
00:19:23: Jetzt haben natürlich trotzdem viele Organisationen schon Lösungen im Einsatz.
00:19:28: Die wenigsten fangen jetzt vielleicht ganz auf der grünen Wiese an, es gibt wahrscheinlich auf jeden Fall ein Payroll-System irgendeine Art HR System ERP System whatever aber und das ist ja die große Crocs an der Sache oftmals von bisschen Silo gekapselt.
00:19:43: auch die Daten sind dann halt eben wieder nur in der Payroll drin.
00:19:47: oder es gibt einen zuführende System für Vorerfassungen.
00:19:51: Was ist denn jetzt aus deiner oder eurer Sicht der klügste Weg, um diese Systeme sinnvoll miteinander in Verbindung zu bringen?
00:19:58: Also zunächst mal Bestandsaufnahme.
00:20:01: Ja also ich glaube viele oder viel zu viele Lösungsanbieter und ehrlich gesagt auch etcher Abteilung um aber bei unserer Zielgruppe zu bleiben gehen viel zu früh eine Lösung rein.
00:20:11: ja Ich such ne Zeitversorgung also schau ich mir Lösungen an.
00:20:13: lassen wir die vorstellen und los geht es.
00:20:16: Es gibt so viele Interdependenzen.
00:20:19: Ein Beispiel zu nennen, klar kann die Employee Journey im HCM beginnen.
00:20:22: Weil da habe ich den Mitarbeiter schon in Recruiting.
00:20:24: Gewinne ich denen wird er dann überhaupt erst für Zeitwirtschaft Payroll und vielleicht das ERP-System relevant um die anzusprechen, die du gerade fallen gelassen hast.
00:20:33: Gleiches gilt wenn ich meine Arbeitszeit nicht nur dokumentieren muss sondern gucken muss wie hab' ich die in Fertigungsaufträge oder ähnliches oder auf die investiert?
00:20:42: Dann werden die primär im ERP System liegen.
00:20:44: also ich muss quasi gucken welche Themen berühren sich?
00:20:48: Wo liegen da heute schon Themen?
00:20:49: Und ich muss auch kritisch hinterfragen.
00:20:51: Nur weil wir das bisher gemacht haben, heißt es ja nicht dass uns die nächsten zwanzig Jahre auch noch machen müssen.
00:20:56: also ich muss bereit sein dann halt dran zu rütteln denn Ich sage das am ende auch meinen Mitarbeiter.
00:21:01: warum kann man immer fragen Warum machen wir das eigentlich so?
00:21:04: und wenn mein gegenüber darauf keine gute Antwort hat Uns beide eingeschlossen?
00:21:08: Da müssen wir unsere eigene Einstellungen hinterfragten ob die wirklich richtig ist und so auch Systeminfrastruktur.
00:21:13: Wir sollten dann nämlich immer denken, wer es auf welchem Thema also welche Lösung ist auf welchen Thema eigentlich führend.
00:21:20: Wenn ich sagen naja Fertigungsaufträge da dokumentiere ich die Arbeitszeit, die darauf geflossen ist um jetzt bei einem Produktionsbeispiel zu bleiben.
00:21:27: Die dokumentier ich im ERP aber die normale Arbeitszeit documentiere ich im Zeiterfassungstool.
00:21:33: Die Zeiterfachung dokumentiert dem Zeiterfaßungstool der Urlaubsantrag liegt aber im HCM weil das hat man davor schon.
00:21:39: Da steigt ja irgendwann keiner mehr durch weil ich sage Ich muss zwei Tools für Zeiterfassung benutzen, für Urlaubsanträge.
00:21:45: Also wenn ich den Urlabsantrag nehme, gehe ich jetzt zur HCM.
00:21:48: Wenn ich den Freitag-Nahmetag auf Überstunden nehme, geh' ich aber wiederum in die Zeiterfaßung... Dann habe ich vielleicht intern politisch ein wenig einfache Diskussionen geführt.
00:21:58: Da leiten doch meine Mitarbeiter drunter!
00:21:59: Die verstehen ja nachher nicht mehr wie sie das vernünftig bedienen.
00:22:03: Es ist und bleibt ein Stück Software.
00:22:05: Das macht mich immer Spaß.
00:22:06: Aber ich kann halt auch viel dafür tun dass ich die Chance auf null bringe dass diese Bedienung noch irgendwie Spaß macht.
00:22:13: Also ich würde sagen, das ist sehr wichtig, das Ganze in den Stittstellen zu sehen und der Mensch darf halt niemals die Schnittstelle sein um Daten von A nach B zu tragen.
00:22:22: Sowas kann man relativ simpel ganzheitlich betrachten und kann dann sich entscheiden.
00:22:27: bin nicht so einfach, dass der Best of Suite Ansatz also irgendwie ein Anbieter der alles kann infrage kommt muss nur gucken kann er wirklich alles?
00:22:34: oder hat der Lösungen wieder zusammengepflanzt oder ob das der Best of Breed Ansatz ist, also ich hole mir Spezialisten für die einzelnen Themen.
00:22:41: Die sind von den Schnittstellen aneinander koppelt und da muss sich abschließender Gedanke darauf gucken dass nicht irgendwelche alten Legacy Systeme da sind, die mich in der Aufbau einer zukunftstauglichen Infrastruktur hemmen.
00:22:56: Sehr schön!
00:22:56: Und dann würde ich jetzt ganz gerne das Label Employee Experience draufkleben auf das was du gesagt hast weil wir immer sehr viel argumentiert haben, zu Anfangs aus Unternehmensicht.
00:23:07: Was muss das Unternehmen tun?
00:23:09: Sehr schön!
00:23:09: Erst nochmal vielen Dank dass du zum Abschluss bei deinen Tipps da noch mal einen Schwerpunkt drauf gelegt hast.
00:23:14: ich denke es war sehr hilfreich.
00:23:20: Meine Learnings aus dem Gespräch mit Thomas Schipschitt.
00:23:24: erstes learning auch wenn der juristische Druck in Richtung digitaler Arbeitszeitdokumentation jetzt zunimmt bietet sich an langfristig zu denken und nicht nur aus Compliance-Grunden eine schnelle Lösung zu suchen.
00:23:39: Learning Nummer zwei Ganzheitliche Ansätze ermöglichen es, beim Thema Zeitwirtschaft aktiv selbst zu gestalten und nicht einfach reaktiv tätig zu werden.
00:23:50: Auch sollten Unternehmen ihre Lösungen ständig hinterfragen und kontinuierlich optimieren.
00:23:56: Und Learning Nummer drei Bei allen technischen und prozessualen Themen muss die Employee-Experience ein wesentlicher Teil der Überlegungen im Projekt sein.
00:24:07: Denn damit kann unmittelbarer Einfluss auf eine hohe, mitarbeitenden Zufriedenheit genommen werden!
00:24:13: Ich sage Dank lieber Thomas, dass du heute zu Gast warst bei YourHRStage – dem Podcast für mehr Sichtbarkeit in der HR-Welt.
00:24:19: Und wenn es euch da draußen gefallen hat dann freuen wir uns natürlich sehr über einen Like und auch ein Abo auf das Streaming-Plattform eurer Wahl.
00:24:26: Wir hören uns wieder zur nächsten Episode.
00:24:29: Ich sage vielen Dank, dass du mein Gast warst lieber Thomas bis bald.
00:24:33: Danke auch dir Stefan!
00:24:34: Das war Your HR Stage
00:24:38: der Podcast
00:24:39: für mir Sichtbarkeit in der HR-Welt mit Perso Blogger Stefan Scheller powered by persoblogger.de und dein Brandshooting DE.
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